Was ist Tanztherapie?

Was ist Tanztherapie?

Der Tanz gilt als einer der ersten und ältesten Formen menschlichen Ausdruckstrebens. Rhythmus, Gruppenrituale, tänzerische Ekstase gehörten zu einer natürlichen Tradition archaischer Kulturen. Schamanen nutzen in alten Kulturen jeher den Tanz als heilkräftiges Medium.

Die Tanztherapie hat ihre Wurzeln im Expressionismus und der Zeit der Analyse und humanistische Bewegungen. Das Individuum rückt ins Zentrum und sein individueller Prozess. Das strenge Korsett des Balletts wird aufgebrochen. Es geht beim Tanzen wieder um die natürliche Fähigkeiten des Menschens: Ausdrücken, Mitteilen, miteinander teilen, aktiv werden, die eigene Macht zurückgewinnen über die Ohnmacht der Passivität de Erleidens. (E. Wilke) Der Tanz stellt wieder den Menschenkörper und seine Bewegungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt. Die Mütter und Väter der TT wuchsen alle in Zeiten des Ausdruckstanzes auf und hatten bereits viele Erfahrungen im Tanz als künstlerisches Ausdrucksmittel.

Transformative Tanztherapie:

Transformativer Tanz ist kreativ, bewusstseinsfördernd und verändernd. Es beinhaltet das Konzept der Leibhaftigkeit. Der Teilnehmer lernt seine eigenen Bewegungen kennen und erobert „neue“ Bewegungen zurück.

 

Pioniere in der Tanztherapie: (nur ein Ausschnitt)

1877-1927 Isadora Duncan- Begründerin des Ausdruckstanzes

1879-1958 Rudolf von Laban gründete erste Tanzgruppen mit Gefühl und Bewegung

1897-1957 Wilhelm Reich Thema Charakter und Muskelpanzer

1910-2008 Alexander Lowen, Begründer der bioenergetischen Analyse

1903-1999 Trudi Schoop erste Tanzschule für Tanztherapie

1920-2021 Anna Halprin, Tänzerin in Kalifornien

1940 -2009 Pina Bausch, Begründerin des Tanztheaters

 

Die Grundpfeiler der Bewegung (nach Ross)

Der Leib( Körperlichkeit Atmung, Muskelkraft, Geist und Seele)

Der Ausdruck (Stimme, Haltung, Gefühle)

Der Rhythmus (Zeit)

Der Raum (innen/außen)

Der Kontakt (Kommunikation, Dasein in der Welt)